Was ist eigentlich dieses NLP?

NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren. Also dafür, dass im Gehirn (Neuro) Vorgänge geschehen, die mithilfe von Sprache (linguistisch) und einigen Handlungsabläufen im Unterbewusstsein programmiert werden können.

What? Jab, genau – es gibt quasi ein Programmiersprache für unser Gehirn und es hilft enorm, wenn man sie sprechen kann. Denn du kannst damit nicht nur die eigenen Blockaden, Ängste und Handlungsmuster auflösen und verändern – sondern auch die Kommunikation mit anderen nachhaltig verbessern.

NLP ist ein Werkzeugkasten aus Techniken und Tools, um die Kommunikation mit sich selbst und anderen positiv zu verändern.

Dabei gilt es, dem anderen stets Raum zu geben. Ihn aussprechen zu lassen. Seine Mimik und Gestik zu studieren und seine Tonalität zu deuten – um herauszufinden, was in ihm vorgeht (das wird übrigens Kalibrieren genannt).

Im nächsten Schritt gilt es Rapport aufzubauen – also dem anderen das Gefühl zu geben, auf einer Längenwelle zu sein und ihn 100% zu verstehen. Dies funktioniert, indem du den anderen spiegelst. Also unauffällig eine ähnliche Körperhaltung annimmst wie der andere und nach und nach auch seinen Tonfall, seinen Sprachstil und seine Betonungen übernimmst (Pacing).

Durch das Spiegeln und Pacen entstehen tolle Gespräche, die auf Vertrauen und Harmonie basieren.

Denn in deinem Gegenüber wird das Gefühl entstehen, dass er dich schon länger kennt und als wärest du ihm sehr vertraut. In den meisten Fällen führt das dazu, dass sich dein Gesprächspartner dir gegenüber komplett öffnet und du den Gesprächsverlauf mit gezielten Fragen lenken kannst. 

    Was das für dein Business bedeutet?

    Oder in einem Wort: Erfolg. Denn schließlich basiert alles auf einer guten Kommunikation und Kunden, die sich verstanden fühlen. Hier kommen 10 Tipps für die Umsetzung:

    1. Der erste Eindruck zählt – zeig dich authentisch und selbstbewusst

    In meinem Artikel “3 gute Gründe, warum es sich lohnt sinnesspezifisch zu texten!” hast du bereits erfahren, dass 93% unserer Kommunikation nonverbal ist. Deshalb ist es auch so entscheidend, von anfang an für einen guten Eindruck zu sorgen. Dabei zählt nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern vor allem, in welchem Tonfall du sprichst, welche Haltung du einnimmst und ob du mit einem authentischen Smalltalk direkt das Eis brichst. 

    2. Sprich mit einem Lächeln auf den Lippen – auch am Telefon.

    Als positiver Mensch lächelst du natürlich viel und das ist auch gut so – denn nicht nur dein Auftreten wirkt dadurch positiv, auch deine Tonalität und Stimmlage klingt freundlicher. Und davon profitiert dein Gesprächspartner auch, wenn er dich gar nicht sieht: wie eben am Telefon. Also gilt: Mundwinkel nach oben bei der Kundenkommunikation.

    3. Say my name, say my name – nenn die Kunden beim Namen

    Wir alle hören unseren eigenen Namen gerne – und zwar vor allem, richtig ausgesprochen/geschrieben und im richtigen Gendering. Oder wie geht‘s dir als Frau dabei, “sehr geehrter Herr XY zu lesen” und dann womöglich noch über einen falschen Buchstaben zu stolpern. Ich selbst werde sehr, sehr häufig mit Jaaaaaaana oder Gianna angesprochen. Ganz ehrlich: kommt nicht so gut. Janna passt schon.

    4. Stelle gezielte Fragen, um Mehrwert zu schaffen

    Wer nicht fragt bleibt dumm – das kommuniziert bereits die Sesamstraße. Und das mit Recht. Denn durch gezielte Fragestellungen, kannst du deinen Gesprächspartner zum Nachdenken animieren und mehr Hintergrundinformationen aus ihm herauslocken. Das bewirkt oft wahre Wunder, weil du so den Need des Kunden verstehst und einen genauen Fahrplan für eine Zusammenarbeit erhältst.

    5. Höre aktiv zu und erkenne die Bedürfnisse des andere

    Gezielt zu fragen nutzt natürlich nichts, wenn du nur halb bei der Sache bist, dir keine Notizen machst und am Ende den ganzen Gesprächsverlauf vergisst. Zuhören ist extrem wichtig. Und auch dabei darfst du Rückfragen stellen oder das Anliegen in deinen Worten wiederholen, um zu zeigen, wie du es verstanden hast. Denn nur wenn du genau weisst, was dein Kunde meint, kannst du zu 100% auf seine Wünsche eingehen.

    6. Whats in for me? Kommuniziere einen klaren Nutzen.

    Dein Angebot kann noch so verheißungsvoll klingen, schick aussehen oder aus der geilsten Idee ever entstanden sein: das einzige, was den Kunden dabei jedoch interessiert ist: „was hab ich davon?“ Deshalb ist es so wichtig einen Mehrwert zu bieten. Bist du schneller, authentischer, erfahrener als andere: dann kommuniziere das. Zeig dem Kunden auf, dass du sein Problem und seine Wünsche erfüllst.

    7. Kommuniziere konkret und positiv

    Ich könnte, würde, sollte, wäre vielleicht daran interessiert… NOPE. Streich den Konjunktiv am besten komplett aus deinem Wortschatz… denn du könntest nicht, sondern: “Gerne tust du…” Alles, was unklar formuliert wird, sorgt für Unverständnis – und zwar auf beiden Seiten. Schau dir dazu gerne mal das Metamodell der Sprache an. Hier nennt man unkonkrete Kommunikation auch: Generalisierung, Tilgung oder Verzerrung.

    8. Sei offen für Kritik und nutze sie effektiv.

    Nichts bringt einen schneller voran als Fehler und Kritik. Und deshalb ist es super, wenn einer deiner Kunden diese äußert – denn du wirst garantiert dafür sorgen, den Fehler zu beheben – dein Produkt/ Dienstleistung zu verbessern und vermeiden, nochmal eine Situation wie diese zu riskieren, oder? Deshalb: nutze Beschwerden als Chance zur Verbesserung, statt nach Ausreden zu suchen.

    9. Nutze die Macht der Bilder und der Emotionen.

    In meinem Blogpost 3 gute Gründe, warum es sich lohnt sinnesspezifisch zu texten habe ich dir schon nahe gelegt, mit einem Text nicht nur Informationen zu teilen, sondern die Sinne anzusprechen. Aber auch in der Kommunikation kann eine Metapher, eine kleine Skizze oder ein Anschauungs-Beispiel oft für Aha-Momente sorgen. Nutze dieses Potenzial.

    10. Für Profis: achte auf die Blickrichtung deines Gesprächspartners (Augenbewegungsmuster).

    Was sagt uns der Blick des anderen? Vieles! Denn tatsächlich gibt es konstante Bewegungsmuster der Augen, die nur in seltenen Fällen abweichen (z.B. bei Linkshändern). Fragst du dein Gegenüber etwas und sein Blick wandert bei der Beantwortung nach oben rechts, ist seine Aussage ziemlich sicher wahr. Denn die Person erinnert sich visuell und hat Zugang zu alten Erinnerungen. Schaut sie jedoch nach links oben konstruiert sie – was soviel bedeutet wie: sie denkt sich etwas aus. Wenn du das spannend findest und mehr darüber erfahren willst: hier gibt’s noch weitere Augenbewegungsmuster 😉

    Ich freue mich, wenn du aus diesem Blogpost etwas mitnimmst und anwendest. Schreib mir gerne deine Anmerkungen, Fragen und Bewertungen in die Kommentare.

    All the Best,

    Janna

    Foto/ Gif Credits: Denyse Mitterhofer